10.01.2019 - Bündelung der Kräfte

Andrea Sihn-Weber

Der "Österreichische Rat für Nachhaltige Entwicklung" nimmt die Arbeit auf.

Das Österreichische Zentrum für Nachhaltigkeit gründete im Sommer 2018 mit zahlreichen Unterstützern aus der heimischen Wirtschaft den "Österreichischen Rat für Nachhaltige Entwicklung". Ab sofort steht das international vernetzte Beratungsgremium öffentlichen Einrichtungen von kommunaler bis zur Bundesebene sowie Unternehmen und Organisationen zur Verfügung, um diese bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Damit erhält nun auch Österreich eine Einrichtung, die sich in ähnlicher Form bereits in anderen Ländern etabliert hat. Die Arbeit des Rates knüpft dabei an die "UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" mit den 17 Sustainable Development Goals an.

Der Rat besteht aus 28 Entscheidungsträgern und führenden Experten, darunter Helga Kromp-Kolb, Franz Josef Radermacher oder Kurt Weinberger (Hagelversicherung). Auch Raiffeisen wirkt mit Andrea Sihn-Weber, Geschäftsführerin der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative und Head of Group Sustainability Management in der Raiffeisen Bank International, tatkräftig mit: "Zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen heißt aus meiner Sicht, sich auf potenzielle Chancen zu fokussieren und nicht nur mit möglichen Einschränkungen zu beschäftigen. Auf Unternehmensebene wird dadurch nicht nur ein wirtschaftlicher Mehrwert generiert, sondern vor allem verantwortungsvoll in Hinblick auf die nachfolgenden Generationen agiert. In diesem Sinne möchte ich meine Expertise einbringen."

Die Ratsmitglieder stammen aus unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Umwelt, Soziales, Zivilgesellschaft, Generationen, Politik und Wissenschaft, dadurch soll die wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sichergestellt werden. "Unternehmen und Organisationen sind entscheidende Treiber bei der Umsetzung der UN-Agenda 2030. Wir setzen auf starke Partnerschaften zur Bündelung der Kräfte und pflegen einen engen Dialog mit Wissenschaft und Politik", so Markus Bürger, Vorsitzender des Österreichischen Zentrums für Nachhaltigkeit. "Der Griff in den Werkzeugkasten der Vergangenheit wird nicht ausreichen, um Nachhaltigkeits- und Klimaziele zu erreichen. Daher bieten wir profundes Know-how und Projekte an, um diese Ziele zu unterstützen", ergänzt Christoph Müller, der die Funktion des Generalsekretärs im Österreichischen Rat für Nachhaltige Entwicklung übernommen hat.


Wirkung des Rates

Der Rat soll nationale und internationale Projekte initiieren, um den Standort Österreich zu fördern und einen Beitrag zu globalen und internationalen Transformationsprozessen zu leisten. Im Vorfeld wurde bereits eine Analyse nachhaltiger Entwicklung am Standort Österreich gestartet und die Arbeiten für den ersten "Commitment Report" der Top-100-Unternehmen in Österreich zur UN-Agenda vorbereitet. Im ersten Quartal wird der Rat weiters die vordringlichsten Themen besprechen. "Wir richten den Blick auf das 'Big Picture' und messen uns an dem, was notwendig ist, und nicht an dem, was bereits umgesetzt wurde", so Bürger.

Quelle: Raiffeisenzeitung; Text: hell
Bild: Andrea Sihn-Weber, Geschäftsführerin Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative