24.04.2017 - NÖM ist erste CO2-neutrale Molkerei in Österreich!

Im BIld v.l.n.r. Mag. Alfred Berger, Vorstand Marketing, Verkauf & Finanzen der NÖM AG, Ing. Josef Simon, Vorstand Produktion und Technik der NÖM AG, Dipl. Ing. Gerhard Bartak, Projekt Manager für Energie der NÖM AG - © Bild: NÖM AG

Ab jetzt arbeitet die NÖM AG in Baden CO2-neutral. Das Unternehmen investiert seit Jahren in nachhaltige Technologien, mehr Energieeffizienz und setzt auf Ökostrom aus Österreich.

Der CO2-Ausstoß konnte dadurch auf 3.277 Tonnen jährlich verringert werden. Durch Unterstützung von Klimaschutzprojekten werden die verbleibenden Emissionen neutralisiert.

Die Herstellung veredelter Milchprodukte braucht Energie: thermische Energie und Strom für Kälte- und Druckluftanlagen sowie elektrische Anlagen. Die NÖM AG implementierte 2008 ein Energiekonzept, um ihren CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren. Seither werden konsequent und erfolgreich Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfs und der CO2-Emissionen umgesetzt. "Wir tragen Verantwortung für die Welt, die wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen. Als Leitbetrieb in Niederösterreich und Nahversorger der Großstadt Wien verstehen wir uns als Vorbild. Wir sind die erste und bisher einzige CO2-neutrale Molkerei in Österreich. Damit sind wir Vorreiter und leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele in Österreich, in Europa und auf der ganzen Welt zu erreichen", sagt Mag. Alfred Berger, Vorstand der NÖM AG.  
 

Investition in die Zukunft

Zur Reduktion des CO2-Ausstoßes hat NÖM in den vergangenen Jahren insgesamt 15,5 Mio. Euro in Maßnahmen wie unter anderem den Ausbau und die Modernisierung ihrer Anlagen am Standort Baden  investiert. "Als innovatives, modernes und zukunftsweisendes Unternehmen arbeiten wir energieeffizient und umweltschonend", sagt Ing. Josef Simon, Vorstand der NÖM AG: "So ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, unsere Energiebilanz stark zu verbessern. Wir haben unseren Umgang mit Energie und anderen Ressourcen im Unternehmen grundlegend verändert."   
   

Weniger CO2

Dank nachhaltiger Technologien und Steigerung der Energieeffizienz konnte NÖM ihren CO2-Fußabdruck auf rund 3.277  Tonnen jährlich reduzieren. "Seit 2010 arbeiten wir in weiten Teilen des Betriebs mit Wärmerückgewinnung: Abwärmen von Kälte-, Druckluft- und Reinigungsanlagen werden zum Heizen, zur Warmwassererzeugung, zur Raumlufterwärmung und zum Vorwärmen bei einzelnen Produktionsschritten eingesetzt. Das reduziert unseren Energiebedarf erheblich", sagt DI Gerhard Bartak, verantwortlicher Projektmanager Energie der NÖM AG.  

Außerdem wurde die Kälte- und die Druckluftanlage optimiert und dank neuer Dampfkesseltechnologie der Brennstoffverbrauch reduziert. Schritt für Schritt werden alle Beleuchtungen auf LED umgerüstet. Seit 2015 setzt die NÖM AG auf Ökostrom aus 100 Prozent österreichischer Wasserkraft und seit 2017 auf umweltfreundliches Erdgas.  

Seit 2016 arbeitet die Molkerei NÖM von einem Standort aus. "Die Konzentration auf einen Standort ist für unsere Zukunft entscheidend. Dank niedrigerer Produktionskosten bleiben wir langfristig wettbewerbsfähig", sind die Vorstände Berger und Simon sich einig. 
 

Ausgleich durch Klimaschutzprojekte

Um den verbleibenden CO2-Ausstoß zu kompensieren, unterstützt die NÖM AG internationale UN-Klimaschutzprojekte. Für den Zeitraum von 2016-2018 wurden die verbleibenden Emissionen bereits mit der Unterstützung von Klimaschutzprojekten in Brasilien, Mali und China kompensiert. Sie wurden nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt und dienen der Stromerzeugung aus Wasser- bzw. Windkraft.  
 

Über Klimaschutz, CO2-Emissionen, CO2-Fußabdruck und CO2-Kompensation

Im Dezember 2015 haben sich auf der Pariser Klimaschutzkonferenz 195 Staaten erstmals auf ein rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzabkommen geeinigt. Vereinbart wurde, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dazu müssen u.a. die Emissionen von Treibhausgasen rasch und deutlich gesenkt werden. Laut Kyoto-Protokoll gibt es sieben Haupttreibgase, die für den Klimawandel verantwortlich sind. Nicht alle wirken gleich klimaschädlich. Um die Emissionen miteinander vergleichen zu können, werden alle Treibhausgase in CO2 umgerechnet (CO2-Äquivalente) und Emissionen in CO2 angegeben. Der CO2-Fußabdruck ist ein Maß, um die Menge an Treibhausgasen zu messen, die einzelne Personen, Unternehmen und Organisationen direkt oder indirekt produzieren. Weil der Treibhauseffekt ein globales Phänomen ist, ist es möglich unvermeidbare Emissionen zu kompensieren. Deshalb können Emissionen, die an einem Ort unvermeidbar sind, an einem anderen Ort eingespart oder gespeichert werden. Wer keine Treibhausgase freisetzt oder Emissionen vollständig kompensiert, ist CO2-neutral.

Im BIld v.l.n.r. Mag. Alfred Berger, Vorstand Marketing, Verkauf & Finanzen der NÖM AG, Ing. Josef Simon, Vorstand Produktion und Technik der NÖM AG, Dipl. Ing. Gerhard Bartak, Projekt Manager für Energie der NÖM AG - © Bild: NÖM AG